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Fachkongress Fertigung 4.0: Einzigartige Lösungen vorgestellt

Gemeinsam aktiv werden, sich zusammenschließen und loslegen: das war das Credo des „Fachkongress Fertigung 4.0“. Die zweite Auflage der Veranstaltung im bayerischen Bad Wörishofen richtete ihren vollen Fokus auf Industrie 4.0-taugliche Lösungen mit Mehrwert für den Mittelstand. Beim Gipfeltreffen der wichtigsten Player im Bereich der industriellen Digitalisierung stellten hochrangige Vertreter der Plattform Industrie 4.0 und des Industrial Internet Consortium die neusten Entwicklungen in Bezug auf die Digitalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen in den Mittelpunkt – zudem präsentierten Verbände und Mittelstandsunternehmen aktuelle Herausforderungen und neue Technologien. Allen voran der Industry Business Network 4.0 e.V.: Der Verband stellte den neuen Industriestandard IF4.0 vor sowie eine einzigartige Lösung zur herstellerübergreifenden Vernetzung von Anlagen in einer industriellen Fertigung.

Der zweite Fachkongress Fertigung 4.0 stand in diesem Jahr unter dem Motto Konkrete Lösungen mit Mehrwert für den Mittelstand und rückte Herausforderungen und Chancen einer Digitalisierung der Produktion in den Mittelpunkt. Rund 100 Gäste aus Politik, Industrie, Wirtschaft und Wissenschaft nutzten die Gelegenheit sich bei diesem Gipfeltreffen auszutauschen und aktuellste Erkenntnisse zu gewinnen, wie der Mittelstand den Sprung in die digitale Fertigung meistern kann. „Wir brauchen heute die Standards, die jeder verwenden kann. Diese müssen leichtgewichtig daher kommen und somit Mittelstand 4.0-freundlich sein“, sagte Keynote-Speaker Dirk Slama, Director of Business Development bei Bosch Software Innovations GmbH und Mitglied im Steering Committee des Industrial Internet Consortium (IIC). Er forderte den Mittelstand auf, sich in Netzwerken zu engagieren: „Notwendig ist dazu eine Gruppe – zum Beispiel in Deutschland –, die die gleiche Sprache spricht, die Ideen verfolgt und sich ausprobiert.“

Industriestandard IF4.0 vorgestellt

Rund 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft nutzten die Gelegenheit sich beim Fachkongress Fertigung 4.0 auszutauschen und aktuellste Erkenntnisse zu gewinnen, wie dem Mittelstand der Sprung in die digitale Fertigung gelingt.

IndustryFusion: herstellerübergreifende Lösung für eine SmartFactory im Mittelstand

Genau dies verfolgt seit rund einem Jahr das Industry Business Network 4.0. Der Verband innovativer Mittelstandsunternehmen gründete sich auf dem ersten Fachkongress Fertigung 4.0, um gemeinsam die Potentiale einer Digitalisierung in der Produktion zu heben – vom Mittelstand für den Mittelstand. Im Laufe des vergangenen Jahres entwickelte das Netzwerk eine einzigartige Lösung zur herstellerübergreifenden Vernetzung von Anlagen in einer industriellen Fertigung, die nun präsentiert wurde: IndustryFusion. Das in enger Zusammenarbeit mit dem TÜV Süd und dem Fraunhofer IGCV entstandene System basiert auf bestehenden Grundlagen mit der Maxime der kleinen, schnellen Schritte. „Bei der Entwicklung hatten wir immer den Mittelstand und seine konkreten Mehrwerte im Blick. Wir fokussieren uns völlig auf greifbare Verbesserungen, die dem Anwender schnell Vorteile versprechen. Wir warten nicht bis wir eine Gesamtlösung haben“, so Igor Mikulina, Vorstandsvorsitzender des Industry Business Network 4.0 e.V.. Konstantin Kernschmidt, Projektleiter Präsentation IF4.0-StandardIndustrie 4.0 im Industry Business Network 4.0, präsentierte den im Verband erarbeiteten Industriestandard IF4.0, der relevante Daten und Methoden für einzelne Kategorien von Anlagen, Vorrichtungen und Komponenten definiert. Auf Basis dieses Standards können in einer SmartFactory genau die nötigen Informationen ausgetauscht werden, die einen direkten Mehrwert erzielen. Aktuell erarbeite man im Verband konkrete Funktionalitäten und baue Referenzanlagen auf, welche im kommenden Jahr der Öffentlichkeit präsentiert werden.

„Mittelständler sind keine Digitalisierungsverweigerer“

Damit kommt der Verband der Aufforderung von Ilse Aigner, Schirmherrin des Fachkongresses nach: „Mit «Industrie 4.0» ist es Deutschland gelungen, weltweit einen Begriff zu etablieren, der für deutsche Fertigungsexzellenz und Innovationskraft steht. Jetzt müssen wir auch den Transfer in die Breite der Unternehmen vorantreiben.“ Der Verband Industry Business Network 4.0 sei ein hervorragendes Beispiel, wie Industrie 4.0 in der Praxis gelingen könne und ein vielversprechender Ansatz, um die großen Potentiale von Industrie 4.0 heben zu können, so die Stellvertretende Ministerpräsidentin des Freistaates Bayern und Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie. Das sah auch Markus Ferber in seinem Abschlussvortrag so: „Digitalisierung ist eine gemeinschaftliche Aufgabe“ – Politik und Wirtschaft seien hier mit der Wissenschaft gefordert. Die Kritik am Mittelstand entgegnete der Europaparlamentarier entschieden: „Das sind keine Digitalisierungsverweigerer“ – der Mittelstand habe eine Vielzahl an Aufgaben als Arbeitgeber, Motor, Ausbilder, Förderer der örtlichen Vereine und das trotz kleiner Personal- und Finanzressourcen. Dennoch forderte er dazu auf, Interessen einzubringen und Bedürfnisse zu artikulieren. „Es macht Sinn, nicht nur die Maschinen zu vernetzen, sondern auch die Menschen. Mit dem Industry Business Network haben Sie ein hervorragendes Netzwerk geschaffen, das zu Großem fähig ist“, so Ferber.

Expertenrunde sieht Chancen im Bündnis des Mittelstands und ruft zur gemeinsamen Aktivität auf

Zusammenarbeiten, Chancen ergreifen und loslegen: das war der Tenor der Expertenrunde im Rahmen des Fachkongresses. Vertreter der Verbände VDMA und DVS, dem Fraunhofer IGCV sowie verschiedener Plattformen zum Thema Industrie 4.0 mit Wurzeln in Großkonzernen aber auch im Mittelstand diskutierten über greifbare Lösungswege für kleinere und mittlere Unternehmen. „Ich brauche den Mut zu beginnen, muss in Ökosystemen denken und mein Geschäftsmodell erweitern“, lautete der Rat von Prof. Dr. Heiner Lasi, Mitglied des Management Board IIC German Regional Team. Prof. Dr.-Ing. Johannes Schilp vom Fraunhofer IGCV forderte: „Der Mittelstand muss mit einer Sprache sprechen, wir müssen uns nicht nur auf IT-Ebene vernetzen, sondern auch kulturell.“

Für Dr.-Ing. Dominik Rohrmus, Mitglied des Labs Network Industrie 4.0 (LNI 4.0), ist klar, dass der Mittelstand auch weiterhin ein funktionierendes Produkt als Basis brauche. Darüber hinaus seien Plattformen und Netzwerke gefragt.

Unternehmer Philipp Hahn-Woernle, Mitglied im Lenkungskreis der Plattform Industrie 4.0, sieht den Mittelstand in der Pflicht: „Die kleinen sind aufgerufen und sogar aufgefordert mitzumachen und sich zu engagieren. Ansonsten wird es ein Rennen des stärksten und das gewinnt nicht der KMU.“ Man müsse mit einer Lösung auf den Markt gehen und diese mit dem Kunden weiterentwickeln. „Wer mit einem fertigen Produkt ankommt, der ist zu spät am Markt.“

Auch Dr. Thomas Kinkeldei vom VDMA Bayern und Dr.-Ing. Ursula Beller vom DVS riefen zur Eigeninitiative und zum Zusammenschluss des Mittelstands auf: „Suchen Sie sich die Partner, denen Sie vertrauen, und fangen Sie an auszuprobieren und zu machen“, so Kinkeldei.

Mit welchen Herausforderungen der Mittelstand aktuell konfrontiert ist und welche er bei der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft meistern muss, das zeigten weitere Referenten auf. Nina Reitsam vom Fachbereich Energie der Industrie- und Handelskammer Schwaben schilderte, warum Energieeffizienz auch für KMUs zu einem immer größeren Wettbewerbsfaktor wird. Erwin Telöken, Geschäftsführer TEKA Absaug- und Entsorgungstechnologie GmbH, stellte beim Thema Arbeitssicherheit vor, welche Chancen in einer ganzheitlichen und interdisziplinären Prävention liegen. Das Thema „Arbeits- und Ressourcenmanagement im Mittelstand“ beleuchtete Dr.-Ing. Michael Schnick, Geschäftsführer der OSCAR PLT GmbH. Dieser war sich sicher: „Ich glaube, dass Industrie 4.0 den Mittelstand verändern wird, ich glaube aber auch, dass der Mittelstand Industrie 4.0 verändern wird.“

Technologie zum Anfassen im Innovationsforum 4.0

Technologie zum Anfassen und Erleben bot sich den Gästen in den Pausen im Innovationsforum 4.0. Hersteller zeigten im Rahmen einer Innovationsbörse neuste Entwicklungen aus ihrem Haus auf dem Weg zur digitalisierten Fertigung. Die Moderatoren Nadine Pungs, bekannt von DVS-TV, und Dr.-Ing. Detlev Richter, Vice President der TÜV Süd Product Service GmbH, führten von Stand zu Stand. Schweißtechnikhersteller Kemppi präsentierte mit WeldEye eine einfache und kosteneffektive Software zum Nachverfolgen und Messen der Lichtbogen-Einschaltzeit von Schweißstationen und Standardzeiten in der Serienproduktion.

Das Cluster Sensorik stellte sich und seine Leistungen vor. Seit 2006 bündelt die Strategische Partnerschaft Sensorik e.V. (SPS) die in Bayern bestehende Sensorik-Expertise in ihrem Netzwerk. Ziel ist es, Bayerns Technologie und Marktführerschaft der Sensorik als wichtiger Bestandteil der Digitalisierung zu sichern und weltweit ausbauen.

Filter- und Absauganlagenspezialist Teka präsentierte die Airtracker-Reihe, ein Raumüberwachungssystem, welches in verschiedenen Größen vom Büromodell bis zur Hallenversion erhältlich ist und mittels App auf dem Smartphone eine Überwachung ermöglicht. Als Anlaufstelle für Digitalisierung und Industrie 4.0-Themen zeigte sich das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Augsburg. Es bietet speziell kleinen und mittleren Unternehmen seine Dienstleistung als Helfer auf dem Weg zu Industrie 4.0 an.

Ganz im Zeichen von Augmented Reality stand das Innovationserlebnis bei der Agentur elfgenpick: Live wurde simuliert, wie der Service für eine Industrieanlage künftig mit Hilfe von Augmented Realtity Tools – beispielsweise einer Datenbrille – durchgeführt werden kann. Auch die Firma Kemper stellte eine Neuheit in Sachen Digitalisierung vor: Ein IoT-Portal, das Betrieben ermöglicht, den aktuellen Status ihres Maschinenparks zu überwachen.

Mehr zum Fachkongress unter www.fachkongress-fertigung40.de

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28.11.2017
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