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Plasmaschneidtechnik
Plasmaschneidtechnik
Die Plasmaschneidtechnik bezeichnet das spanlose Trennverfahren von elektrisch leitfähigen Werkstoffen mittels Plasmagasen wie zum Beispiel Sauerstoff, Wasserstoff, Stickstoff und ganz normaler Luft. Bei diesem Vorgang werden die metallischen Werkstoffe durch Ionisation und Dissoziation im Auftreffpunkt des Plasmastrahls, auch Lichtbogen genannt, bei Temperaturen um die 30.000 K geschmolzen. Die Werkstoffe können aus unlegiertem, niedrig- oder hochlegiertem Stahl, Aluminium, Messing, Kupfer, Nickel, Bronze oder weiteren Legierungsarten bestehen. In der industriellen Fertigung wird hauptsächlich die manuelle und die maschinelle oder mechanisierte Plasmaschneidtechnik eingesetzt. Im Laufe der Entwicklung der Plasmaschneidtechnik wurde das Verfahren des Plasmaschneidens immer weiter perfektioniert und Technologien wie zum Beispiel das True-Hole-, das ContourCut- oder das Präzisionsschneiden entwickelt.
Handplasma-Schneidtechnik
Bei der Handplasma-Schneidtechnik wird der Brenner des Plasmaschneiders manuell geführt. Handplasma-Schneidgeräte werden so konzipiert, dass sie ein geringes Gewicht und geringere Schneidleistungen aufweisen. Sie sind einfach zu handhaben und zeichnen sich durch ihre Mobilität und Flexibilität aus. Die Schnittqualität bei der Handplasma-Schneidtechnik ist nicht so hochwertig wie bei der mechanisierten Plasmaschneidtechnik, auch sind die Schnittgeschwindigkeiten vergleichsweise geringer. In der Industrie wird die Technik des Handplasmaschneidens vor allen Dingen auf der Baustelle verwendet, im öffentlichen Bereich werden Handplasma-Schneidgeräte zum Beispiel durch Feuerwehr oder THW eingesetzt.
Mechanisierte Plasmaschneidtechnik
Bei der mechanisierten Plasmaschneidtechnik werden die Brenner auf Portalen geführt, die in der Regel in Führungsbahnen über Brennschneidtischen verfahren werden. Der Vorteil dieser Anlagen ist, dass sie sehr schnelle Schneidgeschwindigkeiten umsetzen können und sehr präzise und qualitativ hochwertige Schnittergebnisse liefern. Überdies lassen sich diese Anlagen auch mit Zusatzkomponenten wie zum Beispiel Fasenaggregaten ausstatten, die wesentlich umfangreichere Anwendungsgebiete und -möglichkeiten erlauben. Die mechanisierte Plasmaschneidtechnik ermöglicht auch eine Spezialisierung der Maschinen. Ein Beispiel dafür sind die Rohrschneidanlagen, die speziell für die Rohrschneidtechnik konstruiert sind und komplexe Schneidverfahren an Rohren und Profilen gewährleisten. Eine weitere Art der Anwendung der mechanisierten Plasmaschneidtechnik ist das Plasmaschneiden mittels Industrierobotern. Diese sind universell einsetzbar und besitzen fast immer mehrere Achsen. Dadurch werden Bewegungen für Schneidaufgaben im 3D-Bereich ermöglicht. Die mechanisierte Plasmaschneidtechnik wird hauptsächlich in Bereichen wie im Stahl- und Metallbau, im Fahrzeug- und Maschinenbau, im Behälterbau, im Apparate- und Lüftungsbau, im Schiffsbau sowie in vielen weiteren metallverarbeitenden Industriezweigen eingesetzt.
Quellen
- MicroStep Europa GmbH
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